Gestaltung einer Gruppenstunde
Arbeitsblätter 3 und 4
Vorbemerkungen
Das Vorbereitungsmaterial (Arbeitshilfe Konfi 3) stellt vor, wie eine Gruppenstunde aussehen kann. Dies ist als Unterstützung und Hilfe gedacht, nicht als offizieller Lehrplan, den es zu erfüllen gilt. Phantasie und Kreativität auch eigene Ideen einzubringen, sind nicht nur möglich, sondern erwünscht. Bei KU 3 steht nicht die Wissensvermittlung im Mittelpunkt, sondern: wir wollen uns mit den Kindern auf den Weg des Glaubens machen.
Gefragt ist die Offenheit, sich auf einen Prozess mit den Kindern einzulassen; er wird am Ende auch die Erwachsenen verändern. Kinder stellen Fragen, hinterfragen auch manches.
Eine wichtiges Aspekt zu ihrer Rolle: Lassen sie die Fragen der Kinder zu, geben sie nicht vorschnelle Antworten. Fragen sie die Kinder zurück, nach ihren eigenen Antworten, denn Kinder haben sich sehr wohl schon eigene Gedanken gemacht. Antworten sie, was für sie hilfreich und sinnvoll ist und auch welche Fragen sie selbst haben. So sind sie für Kinder glaubwürdig und überzeugend.
Ablauf Gruppenstunde
Die Gruppenstunde hat vier Phasen, die aufeinander bezogen sind und sich in jeder Stunde wiederholen können:
1. Liturgischer Anfang
Lied, Gebet/Psalm
15 Min
2. Thema der Stunde
Erzählung, Bildvorstellung, etc.
15 - 20 Min
3. Gestaltung der Stunde
kreatives Element: basteln, spielen, etc.
15 - 20 Min
4. Abschluss
Lied, Segen
5 Min
Liturgischer Anfang
Der Anfang der Gruppenstunde hat liturgische Elemente, die jeweils wiederkehrend sind und so zu einem festen Ritual werden können. Auch hier ist darauf zu achten, dass dies Vorschläge sind, die von der Gruppe variiert werden können. Ein wiederkehrendes Ritual hat den Vorteil, dass die Kinder wissen, was sie erwartet und sich eine Vorstellung von KU 3 machen können. Zugleich ist ein solches Ritual eine Brücke zwischen dem Alltag der Kinder und den Inhalten von KU3.
Der je nach Thema vorbereitete Tisch und die Gruppenkerze machen den Kindern deutlich, dass sie willkommen und erwartet sind. Auch dies gehört zum Ritual
Begrüssung
Am Anfang kann eine kleine Ankommensrunde stehen, bei der die Kinder (kurz) Gelegenheit haben zu erzählen, was sie gerade sehr beschäftigt. Man kann auch dieses ritualisieren, indem immer nur ein oder zwei Kinder erzählen. So wird des Bedürfnis nach reden ein wenig kanalisiert. Vielleicht hatte ein Kind Geburtstag oder es war ein wichtiges Ereignis, dann ist Gelegenheit dies zu würdigen.
Für die Gruppenbegleiter ist dies eine Gelegenheit, die Kinder wahr zu nehmen und besser kennen zu lernen.
Lied
Um sich mit den Kindern auf das Thema einzustimmen, ist ein gemeinsames Lied ein gute Möglichkeit. Gleichzeitig hat Singen die Funktion der Gemeinschaftsbildung und ist eine kindgemäße Ausdrucksform.
Das Vorbereitungsmaterial schlägt jeweils für eine Themeneinheit ein Lied vor, das mehrmals wiederholt wird, um so mit der Zeit über ein kleines Liedrepertoire zu verfügen. Weitere Lieder finden sich im Materialteil. Dabei ist die Begleitung durch die Gitarre oder ein anders Instrument eine gute Möglichkeit, aber nicht notwendige Voraussetzung. Auch die Unterstützung durch "Playback" einer CD etwa, kann weniger geübte Sängerinnen und Sänger zum Mitsingen animieren.
Kerze
Das Entzünden der Gruppenkerze macht augenscheinlich, was Jesus uns verheißt: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen". Die Nähe zur Altarkerze ist gewollt, die ja ebenfalls bei jeden Gottesdienst brennt. Jeweils zu Beginn wird ausgemacht, welches Kind die Kerze entzünden darf und den vorbereiteten Spruch vorliest. So werden Kinder an der liturgischen Ausgestaltung mit beteiligt
Vorschläge für den Eingangsspruch sind in der Arbeitshilfe.
Psalm / Gebet
Im Vollzug lernen Kinder Formen des Gebets kennen. Durch Gebet und / oder Psalm werden sie angeregt, Gott zu Danken oder Bitten. Was für viele Kinder sicherlich nicht selbstverständlich ist, kann hier wieder an Bedeutung gewinnen und eingeübt werden.
Im Vorbereitungsmaterial gibt es Vorschläge für Gebet und Psalm, passend zu den jeweiligen Einheiten. Hilfreich ist es, wenn das Gebet Bezug nehmen kann zur Begrüßungsrunde. So wird für Kinder einsichtig, dass ihr Anliegen bei Gott gut aufgehoben ist.
Das Gebet kann von den Gruppenbegleitern oder einem Kind gesprochen werden, während der Psalm von allen gemeinsam oder im Wechsel gesprochen wird. Der Psalm kann mit dem liturgischen "Ehr sei dem Vater und dem Sohn.." schließen; so wird auch eine Brücke zur Liturgie des Gottesdienstes gebaut.
Rückblick
Es ist sinnvoll, an die vergangene Stunde anzuknüpfen. Die Kinder erinnern sich an den Inhalt der letzten Stunde; es wird eine Brücke zur neuen Einheit gebaut. Dies kann durch Gegenstände, Bilder oder einen Spruch aus der letzten Stunde geschehen.
Die rein verbale Ebene sollte möglichst vermieden werden ("Was haben wir letztes Mal gemacht?").
Erzählung
Für Kinder sind Erzählungen von großer Bedeutung. Sie leben mit und in Erzählungen und orientieren sich an ihnen. Sie identifizieren sich mit den Figuren, die in der Geschichte vorkommen. Deshalb sind die Geschichten möglichst aus der Perspektive einer bestimmten Person zu erzählen.
Bereiten Sie sich gut auf die Geschichte vor, lesen sie sehr lebendig, so dass Kinder sich in eine Person "einfühlen" können. Haben sie den Mut eine Geschichte auch frei zu erzählen.
Beteiligen sie die Kinder an der Geschichte und suchen sie nach dem Identifikationspunkt in der Geschichte:
Was könnte man in solch einer Situation machen?
Wie könnte sich die Person dabei verhalten?
Welche Gefühle er / sie wohl dabei hat?
Über solche Impulsfragen können sie mit den Kindern ins Gespräch kommen.
Das Vorbereitungsmaterial sieht nicht für jede Einheit eine biblische Geschichte vor. Aber es sind immer Erzählungen, in denen die religiöse Themen zur Sprache kommen können.
Kreative Elemente (Basteln, Spiel, etc.)
Die Auseinandersetzung mit der Erzählung geschieht in vertiefenden Ausdrucksformen, weniger im Gespräch. Das konkrete Erleben ist für das Kind wichtig. Es muss etwas zu sehen, zu schmecken, zu fühlen, etwas mit allen Sinnen tun geben.
Die "Würdigung" der entsprechender Produkte spielt eine wichtige Rolle, z.B. durch das sorgfältige Abheften in einem Ordner, Einbindung in die Stundenliturgie (vgl. Rückblick auf die letzte Stunde) oder Vorstellung im Gottesdienst.
Das Vorbereitungsmaterial sieht häufig eine Bastelaktion vor. Achten Sie auf die Jungen und Mädchen in ihrer Gruppe und entscheiden sie, ob sie statt Basteln z.B. ein Spiel besser passt.
Abschluss
Der Abschluss kann als gleichbleibendes Abschiedsritual gestaltet werden, indem ein Abschlusswort oder -lied in einer bestimmten Form (z.B. im Kreis stehend und an den Händen fassend) gesungen oder gesprochen wird.
Die Gruppenkerze wird erst jetzt ausgeblasen.
Am Schluss ist an die Hinweise zu denken, falls für das nächste Treffen etwas vorzubereiten oder mitzubringen ist.
Ablauf
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Arbeitsschritt |
Material |
Zeit |
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1.
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Liturgischer Anfang ·
Begrüssung: kleine Ankommensrunde: ·
Lied: jeweils für eine
Themeneinheit ein Lied , das bei dieser Einheit immer wiederholt wird. ·
Kerze: Das Entzünden der
Gruppenkerze, Spruch vorlesen ·
Psalm/Gebet: |
Tischdekoration Lied, Psalm/Gebet, Kerze |
15 Min |
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2.
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Thema der Stunde ·
Rückblick ·
Erzählung |
Bilder, Gegenstände Erzählung, Bildvorstellung, etc. |
15 - 20 Min |
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3.
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Gestaltung der Stunde ·
Kreative
Elemente (Basteln, Spiel,.) |
kreatives Element: basteln, spielen, etc. |
15 - 20 Min |
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4.
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Abschluss
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Lied, Segen |
5 Min |
