Auf dem Weg zu einer Konzeption
Arbeitsblatt 4
Sich auf den Weg machen ...
Nach der neuen Rahmenordnung verantwortet der Kirchengemeinderat die Konfirmandenarbeit und ist daher auch für eine Konzeption der Konfirmandenarbeit verantwortlich.
Gleich am Anfang steht die Frage, wer einbezogen wird. Wer mitdenken und mitentscheiden darf ist anders motiviert. Es geht hier schon um Mitarbeitergewinnung und Motivation für die Konfirmandenarbeit.
Bewährt haben sich Studientage, zu denen Kirchengemeinderäte, Pfarrerinnen und Pfarrer, ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen aus Jugendarbeit und Kindergottesdienst, Jugendliche und interessierte Gemeindeglieder (Eltern) eingeladen werden. Gemeinsam wird über die Inhalte der Rahmenordnung informiert. Durch den gleichen Informationsstand können alle mitdenken und mitreden (Praxishilfe siehe Arbeitsblatt RO 6).
Als nächstes wird geklärt, wer eine Konzeption erarbeitet. Zu empfehlen ist ein Team aus der oben genannten Zielgruppe. KGR und Pfarrerin oder Pfarrer müssen vertreten sein.
Eine Konzeption erarbeiten
Das Konzeptionsteam erarbeitet eine Situationsanalyse. Dabei werden die Interessen eingebracht, die beim Studientag formuliert wurden.
1. Schritt: Situationsanalyse
Wie sah bisher unsere Konfirmandenarbeit aus? Was hat sich bewährt? Was war schwierig? Welche Angebote gibt es für die Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde? Welche Möglichkeiten bietet die Rahmenordnung für uns? Was ist verbindlich vorgeschrieben? Was spricht uns an? Womit haben wir Schwierigkeiten?
2. Schritt: Klärung
Klärung Modellversuch KU 3
Wie läuft KU 3 ab? Welche Gründe sprechen für, welche gegen die Einführung des Modellversuches KU 3 in unserer Gemeinde?
Entscheidungskriterien: Welche Angebote haben wir bereits für Kinder? Wie werden sie wahrgenommen? Kommen die Eltern der Kinder in unserer Gemeinde vor? Welche Chancen hätte das Modell in unserer Gemeinde? (siehe Argumente RO S. 8)
Klärung Weg KU 7/8
Wie setzen wir das Anliegen „Lernort“ um? Welche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter (Ehren- und Hauptamtliche, Eltern etc.) erleben die Jugendlichen? Welche Praxisfelder bieten wir an? Welche Organsiationsformen (Mittwochnachmittag, Konfirmandensamstage ...) planen wir? Welche Vernetzungen in und über die Gemeinde hinaus sind sinnvoll?
Das KU-Team bringt seinen Entwurf in den KGR ein. Ziel ist eine einvernehmliche Entscheidung.
3. Schritt: Entscheidungen treffen
Entscheidung für oder gegen KU 3
Bei einer Entscheidung für KU 3: Antrag des KGR mit Stellungnahme des Pfarramtes an den OKR senden (siehe RO S. 17); Arbeitshilfe Konfi 3 bestellen; Informationen für Entscheidungsträger durcharbeiten; Eltern (Gemeine) informieren
Entscheidung Konzeption KU 7/8
Konzeption schriftlich festschreiben.
Nach der Entscheidung für eine Konzeption kommt auf das Team eine wichtige Aufgabe zu:
4. Schritt: Erarbeiten von Zeitplänen, Arbeitsschritten und Formen der Auswertung
Zeitpläne:
In eine Zeitleiste alle Unterrichtseinheiten, Freizeiten, Praktika etc. eintragen
Klären, wann welche Vorbereitungen starten müssen
Mitarbeiterfrage klären: Wer fragt wen für was an?
KU-Team bilden; Termine absprechen
Auswertungsform und Zeitplan klären, um für den nächsten Jahrgang planen zu können; klären, wann im KGR berichtet wird
5. Schritt: Verabschiedung der Konzeption im Kirchengemeinderat
Pfarrerin und Pfarrer und die Kirchengemeinderäte beschließen die Konzeption der Konfirmandenarbeit. Eine einmütige Entscheidung ist sinnvoll. Auch über die Rahmenbedingungen (Gewinnung und Pflege der MA, finanzieller Rahmen, Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, Vernetzung mit Jugendarbeit etc.) wird beschlossen.
Gemeinde informieren
Ein wesentlicher Punkt ist der Informationsfluss in die Gemeinde. Gemeindeglieder können nur mitdenken und verantworten, wenn sie informiert sind. Auch im Blick auf Mitarbeiterfindung ist eine gute Öffentlichkeitsarbeit wichtig.
Vor konzeptionellen Veränderungen muss die Gemeinde und damit auch die betroffenen Kinder und Jugendlichen und deren Eltern informiert werden. Wenn klar ist, welche Anliegen hinter einer Veränderung stehen, lassen sie sich leichter einführen.
Wenn Konfirmanden regelmäßig im Gottesdienst über Projekte etc. berichten, sich aktiv in der Gestaltung beteiligen und auch im Gemeindebrief etc. regelmäßig erwähnt werden, findet die Konfirmandenarbeit die ihr zustehende Beachtung.
1. und 2. Schritt
Situationsanalyse und Klärung
3. Schritt
Entscheidungen treffen
4. Schritt
Zeitpläne erarbeiten
5. Schritt
