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Ziele der Konfirmandenarbeit

Arbeitsblatt 2


Durch die Taufe werden Menschen in die christliche Gemeinde aufgenommen. Dabei wird ihnen zugesagt, dass Gott sie annimmt und liebt. Die Taufzusage ist voll gültig und bedarf keiner Ergänzung durch zusätzliche kirchliche Handlungen. Sie ist jedoch angelegt auf die Antwort des Glaubens.

Mit der Taufe von Kindern übernimmt die Gemeinde die Verpflichtung, die Heranwachsenden in die Überlieferung des Glaubens einzuführen, sie zu einem eigenständigen christlichen Leben zu ermutigen und ihnen bei der Suche nach Wahrheit und Orientierung zu helfen.

Unter diesen Voraussetzungen ergeben sich für die Konfirmandenarbeit vier Ziele:

Kinder und Jugendliche lernen wesentliche Inhalte der biblischen Botschaft verstehen und auf ihr Leben beziehen.

Kinder und Jugendliche werden auf dem Weg des christlichen Glaubens begleitet und zu eigenen Ausdrucksformen des Glaubens ermutigt.

Kinder und Jugendliche erfahren und erleben, dass sie als Gemeindeglieder willkommen und anerkannt sind.

Kinder und Jugendliche entwickeln einen eigenen Standpunkt und lernen Verantwortung in ihren Lebenswelten wahrzunehmen.



Gedanken zur Umsetzung der Ziele:

Ziel 1: Um wesentliche Inhalte der biblischen Botschaft auf ihr Leben beziehen zu können, müssen die Inhalte eine für die Kinder und Jugendlichen lebensrelevante Bedeutsamkeit erhalten. Es muss gefragt werden, wo die konkrete Botschaft in der Lebenswelt Jugendlicher eine Rolle spielt und wie sie erfahrungsbezogen vermittelt werden kann. Problemstellung: Was für die einen eine Fremdreligion ist, ist für die anderen in der Gruppe vertrautes Gedankengut.

Ziel 2: Unterschiedliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter bieten sich an, mit den Jugendlichen ein Stück Weg zu gestalten. Sie sollen dabei unterschiedliche Formen von Glaubensgestaltung erleben, um Orientierung und Auseinadersetzungsmöglichkeiten zu finden. In der Gruppeerleben die Jugendlichen verschiedenen Formen der Spiritualität, in den Praxisfeldern verschiednen Gestaltungsformen. Sie sollen so eigenen Formen entwickeln und einüben.

Ziel 3: Kinder und Jugendliche sollen Wertschätzung erfahren und positive Bilder von Christsein, christlichem Glauben und christlicher Gemeinde erhalten. Das was wir sind, spricht lauter als das, was wir reden. Sie sollen sich als wertvolle Gemeindeglieder erlben, die gefragt und anerkannt sind. Diese Kultur der Wertschätzung und Gastfreundschaft braucht konkrete Formen.

Ziel 4: Mit der Konfirmation sind Jugendliche religionsmündig – die Konfirmandenzeit ist eine wichtige Säule für diese Kompetenz. Hier lernen sie, dass sie eine eigene Würde haben, Verantwortung für ihr Leben und für andere tragen, selbst Entscheidungsmöglichkeiten haben und eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können.

Leitlinien der Konfirmandenarbeit - eine Lesehilfe Auf einen Blick