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Georg Raatz u.a., Expeditionen ins Leben

Amt der VELKD, Georg Raatz, Friedemann Müller, Elisabeth Lange (Hg.), Expeditionen ins Leben. Entdecken, was wirklich zählt, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2018, 160 S., 15,00 Euro

Das Buch „Expeditionen ins Leben“ richtet sich nicht direkt an die Konfirmandenarbeit, sondern an Jugendliche allgemein. In acht Kapiteln (1 „frei verbunden“, 2 „endlich lebendig“, 3 „sicher risikobereit“, 4 „erfolgreich gescheitert“, 5 „ohnmächtig stark“, 6 „unsichtbar angesehen“, 7 „gemeinsam allein“, 8 „zufällig geplant“) gehen Jugendliche hier auf „Expedition ins Leben“ – und das nehmen die Autorinnen und Autoren wörtlich. Am Anfang jedes Kapitels wird das „Forschungsanliegen“ vorgestellt und der „Expeditionsvorrat“ erarbeitet, dann wird es in den Rubriken „Entdecken“ und „Experimente“ immer praktischer. Grundsätzlich sind die Aufgaben eingeteilt in: Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Rollenspiel, Musik zum Anhören, Hinweise auf Webseiten und Rechercheraufgaben. Icons neben den Aufgaben zeigen sofort, um welche Kategorie es sich handelt. So findet man sich im Buch gut zurecht. Das Vorgehen ist methodisch bunt und oft auch kreativ: Zum Beispiel wird ein Verkehrtherum-Tag vorgeschlagen, um die alltägliche Routine zu unterbrechen, oder man verändert sein Gesicht mit Morphing-Programmen – um sich der eigenen Identität zu nähern. An einigen Punkten werden auch die mitgelieferten Rollenkarten eingesetzt. Die Karten geben meist eine Haltung vor, aus der die Jugendlichen ein Statement, eine Position o. ä. betrachten sollen. Dadurch gewinnt das Ganze spielerisch an Tiefe.

Das ansprechend gestaltete Buch kann ich mir gut in Jugendgruppen vorstellen, allerdings braucht jede/-r ein eigenes Exemplar, denn das Buch ist zum einen als Arbeitsbuch zum Reinschreiben gedacht, zum anderen benötigt jede/-r ein Set Rollenkarten. Für Konfirmandinnen und Konfirmanden ist das Buch meines Erachtens noch nicht geeignet. Ob es direkt nach der Konfirmation eingesetzt werden kann, um mit der Gruppe weiterzuarbeiten, hängt wohl stark von der Gruppe ab. Ich persönlich kann mir Jugendliche ab etwa 16 Jahren am besten als Zielgruppe vorstellen.

Berenike Brehm

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