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Hans-Ulrich Keßler u.a., Konfis auf Gottsuche

Hans-Ulrich Keßler, Burkhardt Nolte, Konfis auf Gottsuche. Der Kurs, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2019.


Handbuch für Unterrichtende, 332 S., als PDF kostenlos downloadbar; als Buch 34,00 Euro


Arbeitsbuch für Konfis, 128 S., 12,00 Euro

 

Dass ein Konfi-Kurs aus einem Handbuch für Unterrichtende und aus einem Arbeitsbuch für Konfis besteht, ist nichts Neues. Doch wenn man durch das von den beiden Autoren so benannte „Konfitagearbeitsbastelpoesiealbumskursbuch“ für die Konfis blättert, fallen sofort die ansprechende, klar strukturierte, aber nicht wie ein Schulbuch anmutende oder textlastige Aufmachung und die vielen QR-Codes auf. Diese wollen die Konfis mit ihrer digitalen Armverlängerung ernst nehmen und einen Beitrag zur Inklusion bieten (im Blick auf die, denen das Lesen schwerfällt), sind aber auch Teil des Konzepts. Hinter diesen Codes verbergen sich zum einen kurze Videoclips von zwei jugendlichen Konfi-Teamern „Nelly“ und „Leon“, die in jeder der 14 Einheiten ins Thema einführen bzw. am Ende die Einheit reflektieren und abrunden. Daneben kann man sich mithilfe von Audiofiles Bibeltexte oder deren nicht im Buch abgedruckte Fortsetzung oder andere Texte zum Thema anhören und Spielkarten und Arbeitsmaterial als PDF herunterladen. Alle, deren Gemeindehaus noch nicht mit WLAN ausgestattet ist oder deren Konfis über fehlendes Guthaben auf dem Handy klagen, können die Clips und andere Materialien auch im Vorfeld von der Homepage zum Kurs herunterziehen und via Laptop und Beamer zeigen.

Das Konfi-Arbeitsbuch ist klar auf die kreativen Einheiten bezogen, die im Handbuch für Unterrichtendezu finden sind. Dieses kann als kostenloser Download genutzt werden und enthält 14 kreative (allerdings auch vorbereitungsintensive), verständlich und detailliert ausformulierte Einheiten, die sich an der Handlungs- und Lebenswelt der Jugendlichen orientieren. Allerdings nehmen sie Themen wie die Gebote, Jesus Christus, Credo, Beten, Leiden, Tod oder Schuld und Vergebung auf. Dabei lösen sich die Autoren von der klassischen „Katechismus-Vermittlung“, der Ein-Mann- bzw. Ein-Frau-Show und der Methodenarmut. Erklärtes Ziel ist es, mit den Konfis die Muttersprache des Vertrauens zu lernen und sich überdies ein Grundwissen des Glaubens anzueignen. Das darf auch Spaß machen. Deshalb findet sich über die gut durchdachten Einheiten hinaus auch eine Anzahl von Spielbeschreibungen.

Unbedingt lesens- und nachdenkenswert für den eigenen Ansatz und die Arbeit mit den Materialien ist das ca. 70-seitige (im Blick auf das gleichnamige Vorgängerbuch etwas überarbeitete) Vorwort, das nicht nur die Konzeption der Autoren beschreibt, sondern auch zum Nachdenken über die eigene Rolle und die eigenen Zielen in der Konfi-Arbeit anregt.

Alle, die bereits neue Wege in der Konf-Arbeit gehen oder diese gehen wollen (egal ob in einem Nachmittags- oder Samstags-Modell oder auf einem Konfi-Camp), sollten sich diesen Kurs auf jeden Fall zu Gemüte führen.

Ekkehard Stier

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