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KU Praxis, Band 64: Leben und Tod

KU Praxis – für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Band 64: Leben und Tod, mit CD-ROM, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2019, 80 Seiten, 20,00 Euro, hg. v. OLKRin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Pfarrer Carsten Haeske, Direktor Uwe Martini, Dr. Ilona Nord in Zusammenarbeit mit dem Comenius Institut, Münster, und den Referentinnen und Referenten für Konfirmandenunterricht in den Religionspädagogischen Instituten.

Seit 1973 erscheinen in regelmäßigem Abstand die grünen Bände von KU Praxis. Seither wurden zahlreiche wegweisende Impulse, zündende Unterrichtsideen und orientierende Grundsatzartikel publiziert.

Auch der unter dem Titel „Leben und Tod“ 2019 veröffentlichte Band ist an vielen Stellen herausragendes Beispiel für diese qualitätvolle Reihe. Dabei steht das Leben vor und nach dem Tod im Mittelpunkt. Die alle Beiträge umfassende Intention ist es, den Konfirmandinnen und Konfirmanden Impulse zum Nachdenken über ihr eigenes Leben zu geben, „um so Antworten auf Lebensfragen zu finden“, wie es im Editorial heißt. Diesem Grundgedanken folgend, zeigen die Artikel die ganze Bandbreite kreativer, zeitgemäßer Konfi-Arbeit.

Auf 80 Seiten sind neben dem Editorial und einem orientierenden Leitartikel 16 große Unterrichts-Bausteine sowie acht weitere anregende Berichte mit Ideen und Informationen zum weitgespannten Themenfeld versammelt. Ein „Spaziergang“ durch die Landschaft empfehlenswerter audiovisueller Medien und Printmedien beschließt den randvoll gepackten Band. Aber dann ist da ja noch die beigelegte CD-ROM. Sie enthält über die Beiträge des Printmediums hinaus weiteres Unterrichtsmaterial. Und wer dann noch Hintergrundinformationen, passendes Bildmaterial oder Videoclips sucht, gelangt leicht über die jeweils in den Artikeln abgedruckten QR-Codes auf die entsprechenden Online-Seiten.

Angemessen kurz gehaltene Vorbemerkungen und Verlaufsbeschreibungen ermöglichen, sich leicht in die Bausteine einzudenken. Um schließlich die dargestellte Praxis an die Unterrichtssituation vor Ort anzupassen, erleichtern Materiallisten, Übersichten und zum Teil detaillierte Unterrichtsverläufe die Arbeit. Das breite Spektrum an aufgegriffenen Organisationsformen, das von 80- bzw. 90-minütigen Unterrichtsnachmittagen über Konfi-Tage bis zu mehrtägigen Projekten reicht, wird wohl für (fast) jede Konfi-Gruppe etwas finden lassen.

Was im ganzen Band deutlich wird: Konfi-Arbeit ist künstlerisch und kreativ. Sei es die japanische Reparaturmethode Kintsugi oder ein digitales Planspiel, bei dem virtuelle Welten entstehen, seien es Popsongs, Video-Clips oder PaperClip-Erklärvideos, bei denen die Konfis ihre Kreativität einbringen, oder sei es die Beschäftigung mit Psalmen, die in Psalm-Theater und Rauminstallationen münden – diese Beispiele aus den Bausteinen zeigen, dass die Konfi-Arbeit voller Leben ist.

Eine Lücke jedoch lässt der Band: Es ist kein Baustein für ein Konfi-3-Jahr aufgenommen worden, aber der kann ja noch kommen.

Insgesamt bleibt KU Praxis auch nach beinahe vollen fünf Jahrzehnten ein jung gebliebenes Printmedium, das die vielfältigen Möglichkeiten ausschöpft, das dargebotene Material mit anderen Medien zu verknüpfen. Das grüne Heft unterstützt auf diese Weise engagierte Teamerinnen und Teamer und alle Unterrichtenden. Man darf gespannt sein und sich darauf freuen, was 2020 KU Praxis bieten wird.

Martin Trugenberger

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